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IT 3.0 ⟶ Wenn Grenzen aufgehoben werden

05 Apr 2012 · Durch nora.ghitescu · Kein Kommentar

Beim durchlesen des kürzlich erschienen “IT 3.0 ManifestoFinally IT for the people” von ServiceNow, habe ich mir die Frage gestellt, was eigentlich IT 3.0 genau ist und warum hat niemand von IT 2.0 oder IT 1.0 gesprochen?

Was für Veränderungen kommen da auf die IT und insbesondere auf den Service Bereich zu?

In dem IT 3.0 Manifesto werden die Begrenzungen bestehender Software und das Wegfallen  der Begrenzungen aufgezeigt.

Mit welchen Begrenzungen mussten wir noch bis vor kurzem im IT Umfeld leben?

                Begrenzung  bestehender Anwendung          ⇒        Neue IT 3.0

  • Begrenzung der Benutzerfreundlichkeit ⇒  Einfache Anpassung (customization)
  • Begrenzung durch Physikalische Eigenschaften der Geräte ⇒ Gewicht (mobile working)
  • Begrenzung durch die Leistungsfähigkeit von Desktop / Datenrate ⇒ Internet   Bandbreite – Verfügbarkeit (cloud services)

Im private genutzten Umfeld erlebt man als Benutzer eine komplette andere Art von IT – Applikationen (iTunes, Google, Amazon, …) als im geschäftlichen Umfeld.

Warum ist diese Art von Leichtigkeit im geschäftlichen Umfeld bisher nicht anzutreffen? Mit IT 3.0 tritt ServiceNow an diese Leichtigkeit auch im geschäftlichen Umfeld einzuführen. Schauen wir uns dies näher anhand der drei Bereiche (People, Process, Technology) an.

Customization

People – Immer kleinerer Gruppen von Usern erhalten eine auf die Bedürfnisse genau abgestimmte Software. Das was passt und einfach zu verstehen ist wird auch gerne verwendet.

Process -  Auch die Prozesse werden auf immer kleinere Gruppen von Benutzern abgestimmt. So dass jeder Arbeitsbereich nur das Abarbeitet was Sinn und Wert generiert

Technology –  Benutzerfreundliche  browser-basierte Internet Anwendungen. Hier muss der Fokus auf die IT – Architektur und besonders Sicherheit gerichtet werden

Mobile working

People – Zu Zeiten von Mainframe und Desktop konnten gewisse Aufgaben nur im Büro erledigt werden. Selbst bei dem Gewicht der „Schlepptops“ hörte der Spass am mobilen Arbeiten schnell auf. Doch inzwischen gilt auch hier, im privat genutzten Umfeld werden meist alle Anwendungen (z.Bsp. Gmails, Google docs) schon mobil auf diversen Endgeräten (smartphones, ipad, tablets, laptops, desktops) genutzt.

Process– Durch das Erfassen von Daten in fast jeder Situation und überall müssen bestehende Prozesse überarbeitet werden. Es entstehen aber auch eine Reihe von neuen Prozessen, da sich das Anwendungsgebiet der IT erweitert.

Technology –  Always Online – stellt hohe Anforderungen an die Menge der zu speichernden / aufzufinden Daten, offline Zwischenspeicher und Synchronisierung und die einfache Integration bzw. das Vermeiden von Medienunterbrüchen

Cloud Services

Cloud Service im Zusammenhang mit WEB 2.0 Technology (voll Browser basiert)  entwickelten Applikationen werden die Erwartungshaltung der End-Benutzer dramatisch verändern.

People -  Bei den angebotenen Cloud basierte Services muss ich mir über die Leistungsfähigkeit bzw. Kompatibilität meines Rechners keine Gedanken mehr machen.  Benutzer können sich aus einer Reihe von Services das passende Angebot zusammenstellen.  Immer wieder Restart, Wartezeiten und sonstiger Ärger bezüglicher des Zusammenspiels der Installierten Software (z.Bsp. Upgrade, neue Versionen) treten nicht mehr auf..  Benutzer wollen einfach nur die aktuellste Version einer Anwendung jederzeit und überall benutzen.

Process–Seit Mitte der 90er Jahre Stand im Mittelpunkt der meisten Projekte das Business Reengineering mit dem zentralen Fokus auf Prozessoptimierung und Integration (ERP Systeme und Middleware) mit komplexer Infrastruktur. In einer SOA – Service orientierten Architektur – wird für das Prozessergebnis der entsprechende Service zur Verfügung gestellt. Der IT-Leiter muss sich über Spitzenbelastungen oder Batchverarbeitung keine Gedanken mehr machen.

Technology – Infrastruktur und Applikationen  werden als Service gemietet und vom Anbieter gemäss Service Level Vereinbarung erfüllt. Damit verschiebt sich die Aufgabe der klassischen IT von „alles Wissen und verantwortlich sein“ zum Informatiker als Vermittler von den optimalen Services

  • die kostenoptimale Services auswählen (End-Anwender dabei beraten)
  • Service Anforderungen und Erfüllung aushandeln (inkl. wasserdichte Verträge)
  •  und Verantwortlichkeit für die Überwachung übernehmen.

Fazit:

Mit IT 3.0  wird einiges an Veränderung auf die IT Abteilungen zukommen. Durch den Fokus auf Services wird die klassische Trennung von IT und Geschäftsbereich sowie von People-Process-Technology verschwinden. Nur eine ganzheitliche Betrachtung die den Wert der Services für die Geschäftsbereiche in den Mittelpunkt stellt wird erfolgreich bestehen können.

IT 3.0 bezeichnet eine neue Epoche

Brian Lillie, Equinix CIO

 

 

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